Donnerstag, 14. Januar 2010

Schaf ist Schaf ?

Vor einiger Zeit hatte ich bei einer Betriebsbesichtigung bei Schoppelwolle teilgenommen und Herr Schoppel hat da bereits anhand von Fühlproben die Qualitätsunterschiede bei Wolle verdeutlicht.
Als ich jetzt nach Spinnfasern für mein Handspindelchen Ausschau hielt, war ich überrascht, wieviele verschiedenen Fasern in Online-Shops angeboten werden. Kurzerhand habe ich mir dann drei verschiedene Kammzüge in verschiedenen Preisklassen bestellt.
Das günstige Neuseelandlamm ließ sich gut färben und verspinnen und ergab ein weiches, kuschliges Garn.
Ebenfalls gut färbbar war das BFL. Die Überraschung kam beim Verspinnen: es flutsche nur so und die Fasern ließen sich prima ausziehen. Das Garn ist ebenfalls schön weich und verstrickt sich sehr gut.
Am Wochenende habe ich nun australischen Merinokammzug gefärbt und angesponnen: die Färbung war ebenfalls problemlos und beim Spinnen habe ich den Eindruck, dass die Fasern sehr lange sind. Das Garn ist gleichmäßig, schön glatt und fühlt sich richtig zart an. Beim Färben habe ich mal Farben ausgesucht, die mir eigentlich nicht so liegen (sonst kann ich mich von den fertigen Sachen immer so schwer trennen *lach*) - aber versponnen gefällt es mir nun doch ganz gut. Von Stroh zu Gold, fast wie bei Rumpelstielzchen, waren meine ersten Gedanken ...


Quelle: australischer Merinokammzug gefärbt mit dampffixierbarer Seidenmalfarbe nach eigener Idee

Also: Schaf ist keinesfalls gleich Schaf ... und ich werde ganz bestimmt noch einige Schäfchen ausprobieren ....

1 Kommentar:

  1. Huhu Tischerle,

    dein gefärbter Merino-Kammzug glänzt, als wäre es eine Merino-Seide-Mischung. Die Farben sind zwar auch nicht unbedingt meins, sehen aber trotzdem schön zart aus. Bin ich ja mal gespannt, wie die versponnene Wolle dann aussieht. ;)Das wäre doch jetzt an der Zeit, dass du dann beim nächsten FFW mit machst, oder? *gg

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