Mittwoch, 23. Februar 2011

Sie wächst ....

.... meine Jacke: der Rücken und ein Vorderteil sind fertig, das zweite Vorderteil ist auf den Nadeln. Schon jetzt ist klar absehbar, dass ich nicht nachfärben muss, der gefärbte Kammzug reicht locker. Allerdings muss ich das Garn für die Ärmel teilweise erst noch spinnen und verzwirnen.
Mit dem verstrickten Farbverlauf bin ich auch sehr zufrieden ... hier mal ein Ausschnitt:

Quelle: Süddeutscher Kammzug, gefärbt und versponnen nach eigener Idee

Übrigens gab es gestern beim Wollschaf eine interessante Frage, auf die meine zukünftige Strickjacke eine gute Antwort liefert:

Die verstrickte Dienstagsfrage 8/2011

22 Feb

Besitzt du auch ein variables Nadelset mit auswechselbaren Nadelspitzen und verschieden langen Seilen? Hast du sogar mehrere? Was sind die Vorteile dieser Sets? Gibt’s auch Nachteile? Wenn du keines hast – warum nicht?

Vielen Dank an Monika für die heutige Frage!


Erst mal: ja ich besitze ;-)))
Angefangen habe ich mit dem kleinen Set von knit-picks (jetzt knit-pro) und so nach und nach sind einige weitere Nadelspitzen in verschiedenen Stärken sowie eins, zwei Seilchen dazugekommen. In dem Set waren drei Nadelstärken, die bei mir besonders gängig sind. In den "großen Sets" sind mir zuviele Spitzen, die ich vielleicht doch nie benutze, da kaufe ich lieber einzeln Nadelspitzen nach, die ich dann auch wirklich brauche.

Mit den Nadelspitzen strickt es sich sehr angenehm und mir gefällt besonders gut, dass ich die Seillänge je nach Strickstück variieren kann, ohne zig-mal dieselbe Nadelstärke (eben in verschiedenen Seillängen) horten zu müssen.

Ein weiterer Vorteil - der gerade jetzt an meiner Jacke zum Tragen kommt - ist, dass die Seile primstens zum Stilllegen von Maschen genutzt werden können. Einfach die Nadelspitze abschrauben und die Endstücke dran, schon ist alles laufmaschensicher. Anprobieren der Strickstücke ist kein Problem - ja sogar einen "Haftfaden" kann so ein Seilchen ersetzen. Und ruck-zuck kann frau durch schnelles Umschrauben wieder an den stillgelegten Maschen weiterstricken. Früher habe ich dafür Rundsticknadeln verwendet und so manchesmal über herausgerutsche Maschen geflucht. Eingezogene Baumwollfäden erfüllten zwar auch diesen Zweck und konnten verknotet werden, waren aber immer ziemlich frimelig. Da sind die Seile schon komfortabler.

Also ich finde die variablen Nadelsets einfach klasse und würde sie nicht mehr hergeben. Allerdings einen kleinen Nachteil haben sie schon: im Wollgeschäft komme ich selten am Nadelspitzen-Regal vorbei, ohne dass irgendwas in's Einkaufskörbchen wandert. Was ein Glück, dass ich dazu immer erst in die große Stadt fahren muss und das nicht so oft vorkommt *lach* ....



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