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Mittwoch, 11. Juli 2012

Gurkenglas-News

nachdem die Gurkengläser in den letzten Tagen reichlich Sonne abbekommen haben, wurde der zweite Strang, der noch in der Gelbrutenbrühe verweilte, ebenfalls befreit.
Mein Eisenwasser fing auch schon an zu rosten und so machte ich mich gleich an die "Nachentwicklung" ..... nix war's: obwohl ich einen ordentlichen Schwups Eisenwasser in die Färbeflotte gekippt hatte, tat sich an dem (zugegeben etwas bleichen) Goldgelb schon wieder nichts. Sollte die Nachentwicklung wirklich  nur mit frischem Färbepflanzenmaterial funktionieren ? Gedanklich bereitete ich mich schon darauf vor, wieder mit synthetischen Farben nachzuhelfen. Der Strang wurde shampooniert und ausgewaschen, hing schon auf der Wäscheleine, da fiel mir ein, dass ich im letzten Jahr das Eisenwasser vielleicht garnicht in die Färbeflotte gegeben haben könnte. Schnell nochmal den Färbetopf mit Leitungswasser  und einem Schluck Eisenwasser befüllt und den Strang erneut gebadet. Und siehe da .... es tat sich was. Der Strang ist nun nicht mehr gelb; die Farbe ist doch tatsächlich in ein helles Olivgrün mit leichten Schattierungen umgeschlagen. Geht doch !
Quelle: eigene Färbung

Das muss ich mir unbedingt merken, denn der Goldrutennachschub im Garten wuchert gerade wie verrückt.
Im Gurkenglas mit der Möhrenfärbung sieht es übrigens gerade so aus:

Quelle: eigene Färbung
ein sehr intensives, leuchtendes Zitronengelb, das wohl auch bald "fertig" sein könnte.


Montag, 9. Juli 2012

Haddu Möhrchen ....

muddu Suppe kochen - und das übriggebliebene  Möhrengrün kann dann  in's "wo(h)llige" Gurkenglas  abtauchen
Quelle: eigene Solar-Karotten-Färbung
Die Gelbfärbungen werden bei mir ja vermutlich alle nicht gelb bleiben, aber es ist schon sehr spannend, wie unterschiedlich die Färbeergebnisse der einzelnen Pflanzen sind.
..... und so nebenbei wurde ein Topfkratzer aus Draht auch wieder "sauer" eingelegt ..... wäre doch gelacht, wenn das mit der Eisenwasser-Nachentwicklung nicht hinhauen würde .....


Dienstag, 3. Juli 2012

An's "Eingemachte"

bin ich gestern mal gegangen .... besser gesagt, an die Wollstränge, die im Gurkenglas wohl nicht ganz artgerecht gehalten werden. Einer der beiden Stränge hatte von den getrockneten Goldruten schon eine sehr intensive Gelbfärbung abbekommen und wollte befreit werden. Ich hatte ja schwer gehofft, dass ich durch die Nachentwicklung mit Eisenwasser wieder so ein tolles Grün hinkriegen könnte, wie im letzten Jahr.
Leider wurde das nix. Keine Ahnung, ob es daran lag, dass ich letztes Jahr mit frischer Goldrute gefärbt hatte oder ob das Eisenwasser den Winter auf der Terrasse nicht gut überstanden hat .... es sah auch wirklich schon sehr nach "Rostwasser" aus. Da werde ich mal neues ansetzten und dann mit dem zweiten Stang, der noch im Gurkenglas schwimmt, testen.
Glücklicherweise hatte ich aber gestern bereits ein bisschen Kammzug gefärbt und im Eimer war noch ein Rest blaue SeWo-Färbeflotte, in der der Goldrutenstrang dann kurzerhand abtauchen durfte. Nach einem kleinen Dampfbad war die Verwandlung wirklich verblüffend
Quelle: eigene Färbung
Die verschiedenen GrünBlauTürkis-Nuancen lassen sich leider so schlecht einfangen, aber mir gefällt die Färbung so wirklich wesentlich besser.


Mittwoch, 27. Juni 2012

Sonnenschein und Färberei'n

Meine SoWo-Solarfärbung aus dem letzten Sommer hat es nicht auf meine Nadeln geschafft ... ganz schnell war das Stränglein in einem anderen Wollkorb untergekommen.
Dafür habe ich noch jede Menge getrocknete Goldrute hier, die nun endlich mal einen Platz in der Sonne haben möchte. Also habe ich heute mal zwei Stränge Sockenwolle "eingemacht"
Quelle: eigenes "Gurkenglas"
Die getrocknete Goldrute habe ich in Mullkompressen verpackt, damit die Wolle nicht so viele Pflanzenteile abbekommt, obendrauf gab's noch ein paar frische Efeublätter und ab damit in die Sonne.

Mal sehen, wie intensiv die getrocknete Goldrute färbt, evtl. werde ich nochmal "nachlegen".
Eisenwasser zum Nachentwickeln steht auch noch bereit und ich bin schon sehr gespannt, wie die Stränge dieses Jahr ausfallen.



Freitag, 19. August 2011

Neues aus dem Gurkenglas

nee, keine Gurken *grins* .... aber nach den sonnigen letzten Tagen dachte ich, es ist an der Zeit, meine Goldrutenfärbung


Quelle: eigene Färberei

aus dem Gurkenglas zu befreien.

Obwohl ich ja bei Wolle wirklich nicht der Gelbfan bin, hat mich das Ergebnis doch sehr positiv überrascht. Nach dem Auswaschen strahlte die Sockenwolle noch immer in kräftigem Sonnengelb, genau wie die Blüte der Goldrute


Quelle: eigene Färberei

Aus purer Neugier habe ich dann allerdings mal ein Fädelchen vom Strang abgeschnitten und in Eisenwasser getaucht. Zuerst war die Farbänderung nur minimal und ich habe den Faden einfach zum Strang auf die Wäscheleine gelegt - und als ich wieder auf die Veranda kam, war ich total überrascht


Quelle: eigene Färberei

Das ist ein Unterschied ! Sofort war mir klar, dass der Strang nochmal baden muss und zum Nachentwickeln in Eisenwasser wandert. Der nasse Strang hat nun ein Grün, das genau nach meinem Geschmack ist


Quelle: eigene Färberei

Mal sehen, ob sich die Farbe beim Trocknen noch weiter verändert. Ich bin jedenfalls total begeistert von dieser spannenden Solarfärbung


Quelle: eigene Färberei

und habe schon Kammzug ins Gurkenglas nachgelegt *lach*.




Donnerstag, 4. August 2011

Solarfärbung, die Zweite

Nachdem die Sonne nun wieder scheint und im Garten die Goldrute richtig aufgeblüht ist, habe ich gerade meine zweite Solarfärbung angesetzt.
Ins Glas kamen dieses Mal 10 g Alaun und rund 100 g Blütenrispen und ein paar Blättchen der Goldrute. Alles mit kochendem Wasser aufgegossen, gut umgerührt und dann ein Strang Sockenwolle (100g, 75/25) dazu.


Quelle: eigenen Farbpanscherei

Die Wolle hat gleich das sonnige Gelb der Goldrute angenommen und ich bin sehr gespannt, wie es in ein paar Tagen aussieht.

In der Zwischenzeit werde ich mich mal dranmachen, ein paar Ufos, die in meinem Wollkorb vor sich hin dümpeln, zu vollenden ... irgendwie leide ich momentan an akuter Anstrickeritis ....



Samstag, 30. Juli 2011

Beendet

ist mein erster Solarfärbeversuch. Nachdem ich den Kammzug letzte Woche nochmals mit einer Ladung Rosenblütenblättern in's Glas gesteckt habe, musste ich nun feststellen, dass sich auf der Oberfläche ein Belag zu bilden begann. Also habe ich das Glas geleert, den Kammzug ausgespült und von den Blütenblättern befreit zum Trocknen aufgehängt.
Puh, der sah so ziemlich verfilzt aus und die Fasern pappten geradezu aneinander. Mit etwas Gezerre und Gezuppel konnte ich jedoch alles wieder auflockern und sehr gut verspinnen (vielleicht lag das nur am Seidenanteil ?)


Quelle: eigene Färbung, eigene Spinnerei

Die Farbe ist etwas dunkler als beim ersten "Auftauchen" und die Wolle fühlt sich auch sehr gut an. Mit der Kamera lässt sich das Grün leider nicht gut einfangen und wirkt etwas zu grau; mich erinnert die Farbe stark an die Blätter der Silberpappeln.

Mir kommt das Garn gerade recht - bei dem Wetter brauche ich unpetinkt eine passende "Kleinigkeit in den Ausschnitt" meiner Jacke. Da passt der Grünton perfekt dazu.



Donnerstag, 21. Juli 2011

Für Ungeduldige

sind die Solarfärbungen wirklich nix ;-))
Gestern musste ich mal meinen Kammzug aus dem Rosenblütenbade fischen und die Färbung kontrollieren


Quelle: meine Rosenblütenfärbung auf Merino-Tussahseiden-Kammzug

Nach dem Antrocknen ist mir die Farbe doch noch zu blass, daher ist der Kammzug schon wieder bei den Rosenblättchen im Gurkenglas.

Und nun, liebe Sonne, komm' doch wieder, büdddeeee !



Samstag, 9. Juli 2011

Pflanzenfärbungen

fand ich schon immer total spannend und die Farbenvielfalt der Natur fasziniert mich sehr. Es selbst mal zu versuchen, davon hielt mich nur das tagelange Beizen der Wolle und das Kochen in riesigen Töpfen ab, bei dem es zudem auch etwas streng riechen könnte.
Aber jetzt sieht und liest frau gerade im Sommer immer wieder von Solarfärbungen: alles kommt in ein großes Glas .... den Rest erledigt die Sonne und die Zeit. Na wenn das kein guter Grund ist, auch mal die Pflanzenfärbungen auszuprobieren.
Seit einigen Tagen habe ich nun die Blütenblätter meiner Rose gesammelt und heute wurde "eingemacht":


Quelle: eigene Rezeptur

Im Glas habe ich ca. 3-4 g Alaun mit 1 Liter heißem Wasser aufgelöst, einen Teil der Rosenblüten dazu und erstmal gut umgerührt. Dann mit 1,5 Liter Wasser weiter aufgefüllt und ca. 50 g Kammzug (Merino mit Seide, 50/50) dazu, zwischendurch und obendrauf nochmal Rosenblütenblätter und alles gut in die Flüssigkeit abtauchen lassen. Deckel drauf und ab in die Sonne .... jetzt bin ich sehr gespannt, was da am Ende rauskommt.